37 poetische Namen für Falter und Schmetterlinge

37 Poetische Namen von Falter und Schmetterlinge

Schmetterlinge werden auch Falter genannt. Über 160.000 Arten soll es weltweit geben. In Deutschland sind es nicht einmal 4.000. Alter Falter!

An dieser Stelle geht es allerdings nicht um zoologische Aspekte, sondern um Wörter. Genauer, um die Schönheit dieser teils sprechenden und bildhaften Namen, die wir den Schmetterlingen gegeben haben.

Schöne Wörter Bücher Eine Bibliothek der schönen Wörter … Ja, es gibt sie noch, die schönen Wörter. Begriffe mit dem besonderen Klang. Wörter, die Sehnsüchte und Erinnerungen in uns hervorrufen. Die Welt von damals, sie ist noch vorhanden. Erinnerungen an Altes und längst Vergessenes. Was verloren ging, ging nie ganz, die Sprache bewahrt es für uns. Hier ist eine wunderfrohe Blütenlese in Buchform mit den schönsten Wörtern der deutschen Sprache. Jetzt ansehen

Und es geht um das, was sich jeder darunter vorstellen kann oder möchte. Als Rohstoff für falterreiche, farbenfrohe Texte. Siehe auch:

Liste naturseliger Bezeichnungen für Falter und Schmetterlinge

Die gibt es wirklich. Auch wenn man in unseren Breiten nicht alle zu sehen bekommen kann. Nachtfalter sind alles, was an Schmetterlingen in der Nacht unterwegs ist. Viele sind dunkel. Wozu soll Buntheit auch gut sein in der Nacht? Die Umgangssprache kennt sie als Motten.

  1. Abendfalter (am Abend aktive Schmetterlinge, sie werden auch Abendvögel genannt)
  2. Augenfalter
  3. Aurorafalter
  4. Baumfalter
  5. Bienenfalter (Totenkopfschwärmer)
  6. Blumenvogel (allgemein für Schmetterlinge)
  7. Brummvogel (für brummende Nachfalter)
  8. Dämmerungsfalter (am Abend aktive Schmetterlinge, auch Dämmerungsvogel genannt)
  9. DickkopffalterWikipedia
  10. DistelfalterWikipedia
  11. DukatenfalterWikipedia
  12. ErdbeerbaumfalterWikipedia
  13. FeuerfalterWikipedia
  14. Hopfenfalter
  15. Kleefalter (Postillon)
  16. LandkärtchenfalterWikipedia
  17. Märzveilchenfalter (Perlmutterfalter)
  18. Mohrenfalter (Schwärzlinge – Wikipedia)
  19. Nachtfalter (nächtlich aktive Schmetterlinge)
  20. Nesselfalter (kleiner Fuchs)
  21. PerlmutterfalterWikipedia
  22. Queckenfalter
  23. RitterfalterWikipedia
  24. Rosennachtfalter (Nachtfalter, der sich auf Rosen aufhält)
  25. RotnesselfalterTagpfauenauge
  26. Samtfalter
  27. Scheckenfalter
  28. SchillerfalterWikipedia
  29. SegelfalterWikipedia
  30. Seidenfalter (Seidenspinner) – Wikipedia
  31. Sommerfalter (für an Sommertagen sichtbare Schmetterlinge)
  32. Tagfalter (allgemein für Schmetterlinge)
  33. Trauerfalter (ein schwarzer Schmetterling, auch Trauermantel)Wikipedia
  34. Wabenfalter (Wachsmotten)
  35. Weinfalter Weinschwärmer)
  36. Zipfelfalter (dazu gehören etwa Pflaumenzipfelfalter oder Brombeerzipfelfalter)
  37. ZitronenfalterWikipedia
  38. Zweifalter (allgemeiner alter Begriff für Schmetterling)

Diese Falter habe ich sprachlich vermisst

Wo sind sie? Gibt es sie nicht?

  • Erdbeerfalter
  • Mondfalter
  • Regenfalter
  • Rosenfalter
  • Sternfalter
  • Traumfalter
  • Märchenfalter

Kreative Farbwörter, die zu Schmetterlingen passen

  1. Flügelglitzerviolett – Ein tiefes Violett, das an die schillernden Flügel einiger exotischer Schmetterlinge erinnert.
  2. Sonnenstrahlorange – Ein lebhaftes Orange, inspiriert von den hell leuchtenden Schmetterlingen, die im Sonnenschein tanzen.
  3. Morgentauazur – Ein sanftes Blau, das die Kühle eines Schmetterlingsflügels im ersten Tageslicht einfängt.
  4. Mondbalsamweiß – Ein schimmerndes Weiß, das an die zarten Schmetterlinge erinnert, die im Mondschein tanzen.
  5. Wiesenwundergrün – Ein saftiges Grün, inspiriert von den Gräsern und Blättern, auf denen Schmetterlinge gerne ruhen.
  6. Nektarnektarrosa – Ein süßes, pastelliges Rosa, das die Blüten darstellt, von denen Schmetterlinge nektartrinken.
  7. Zephyrziegelrot – Ein warmes Rot, inspiriert von den Schmetterlingen, die im warmen Sommerwind fliegen.
  8. Lichtlilienlila – Ein zartes Lila, das die Blumenfelder symbolisiert, über denen Schmetterlinge flattern.
  9. Himmelsflussblau – Ein strahlendes Blau, das den endlosen Himmel widerspiegelt, in dem Schmetterlinge gleiten.
  10. Sonnenblumenbernstein – Ein goldenes Gelb, inspiriert von den Blumen, die Schmetterlinge anziehen.
  11. Pollenpuderrosa – Ein weiches Rosa, inspiriert von den zarten Blüten, an denen Schmetterlinge saugen.
  12. Dämmerungsdiamantgrau – Ein glitzerndes Grau, inspiriert von den schillernden Flügeln mancher Nachtschmetterlinge.
  13. Blätterbachblau – Ein sanftes Blau, inspiriert von den klaren Bächen, neben denen sich Schmetterlinge niederlassen.
  14. Märchenmoosgrün – Ein tiefes, sattes Grün, das die geheimnisvollen Wälder darstellt, in denen sich Schmetterlinge verbergen könnten.

Falter in der klassischen Literatur

Über das Sammeln der Schmetterlinge möchten wir bemerken, daß Sie dieselben in Tüten schicken können. Selbst die größten Nachtfalter, wenn Sie ihnen die Flügel zusammenklappen, können Sie ruhig in dieser Weise absenden.

Charitas Bischoff: Amalie Dietrich, 1909

Darum ist das Leben ein unabsehbares Feld, wenn man es von vorne ansieht, und es ist kaum zwei Spannen lang, wenn man am Ende zurük schaut. Auf dem Felde zeitigen so manche andere Früchte, als man zu säen geglaubt hat. Es ist ein schillernd Ding, das so schön ist, daß man sich gerne hinein stürzt, und meint, es müsse ewig währen – – und das Alter ist ein Dämmerungsfalter, der recht unheimlich um unsere Ohren weht.

Adalbert Stifter: Der Hagestolz, 1847

Über den grünen, weißbeschneiten Teppich gehe ich mit leisen Schritten. Ich scheue mich fast, in die blühenden Wunderherrlichkeiten hineinzutreten. Wie der vornehme Trauerfalter dort möchte ich schweben über die Blumen oder wie das Reh zwischen ihnen wandeln, das dort unter der blühenden Traubenkirsche langsam durch den Wald zieht, ein roter Fleck im satten Grün.

Hermann Löns: Mein grünes Buch, 1901

Hinter mir in den Fichten piepsen die Goldhähnchen und spulen die Tannenmeisen, noch schmettert der Fink, aber schon ruft der Täuber sein Abendlied, das Rotkehlchen singt seine Weise, und die braunen Abendfalter huschen über das Fallaub. Langsam stiehlt sich die Dämmerung in den Wald.

Hermann Löns: Mein grünes Buch, 1901

Die letzten müden Liebesworte irren
Wie Abendfalter, die mit schweren Flügen
In Dämmerung und Träumen sich verwirren.

Ernst Stadler: Frühe Dämmerung, 1910-1914

Die Dämmerung konnte Vult kaum erwarten, um ein Dämmerungsfalter zu werden und auszuflattern; Walt zählte eben so stark darauf, um ein Dämmerungs- ein Nacht- und ein Tagfalter zugleich zu seyn, aber nur geistig und nur daheim.

Jean Paul Richter: Flegeljahre, 1805

Zu guter Letzt habe ich hier einen Artikel über Schmetterlinge in der Poesie

Werkstattbericht

Das Beitragsbild stammt wie immer aus dem Fundus von Pixabay. Die verwendeten Google Fonts sind BenchNine und PT Sans. Recherche unter anderem via Google, Wikipedia und im Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm.