139 Wörter des Schreckens, des Grauens und des Horrors

139 Wörter des Schreckens, des Grauens und des Horrors

Allergrausamste Dinge, gar Schreckliches ist in Geschichten aller Art für ein gepflegtes Gruseln zwingend nötig. Dafür – und nicht nur für Halloween – braucht es die passenden Gruselwörter.

Hier ist eine gute Hundertschaft origineller, schöpferischer Begriffe (nebst einiger bekannter) aus der Welt des Grauens. Vor dem Weiterlesen an dieser Stelle sei ausdrücklich gewarnt. Es wird gemein.

Böse Wörter BuchBöse Wörter: Die schockierendsten und gemeinsten Wörter der deutschen Sprache … Hier ist das A-Z der finstersten, garstigen, boshaftesten, blutrünstigsten und höllischsten Wörter unserer Sprache. Mit Schaudergrauen wendet sich die zarte Seele ab, denn abgrundtiefer Horror kann durch bloße Worte heraufbeschworen werden. Und das alles in einem Buch. Mehr erfahren

Mit Schaudergrauen wendet sich die zarte Seele ab, denn abgrundtiefer Horror kann durch bloße Worte heraufbeschworen werden. Oder Schreckliches als schrecklich beschrieben werden. Hieronymus Bosch in Wörtern. Siehe auch:

Apropos … Riskiere auch einen Blick in die Böse Bilder Galerie und ergötze dich an erschreckend boshaften KI-Bildern.

Liste der schrecklichsten Wörter: Gruselwörter

Diese Liste setzt auf alte Begriffe. Die nämlich eignen sich ideal, um Stimmung in Romane und Geschichten zu bringen. Wenn es wieder mal blutig und richtig fies sein soll, dann greife hier zu. Vollständig ist die Liste natürlich nicht.

  1. abhäuten
  2. abschlachten
  3. ausbeinen (Knochen aus dem Fleisch nehmen)
  4. ausweiden (einem Körper die Eingeweide entnehmen)
  5. Ausweidung
  6. blutfarben (in der Farbe von Blut; blutrot)
  7. blutgefärbt
  8. Blutkirmes (das Geschehen an der Front im 1. Weltkrieg)
  9. Blutfest
  10. Bluthochzeit
  11. blutrinnend
  12. Bluttaufe
  13. brandschatzen (plündern, ausrauben und niederbrennen)
  14. entleiben
  15. Entsetzen
  16. Fäulnis
  17. Fäulnisdunst
  18. fleischern (aus Fleisch)
  19. Fleischhacker
  20. Fleischhaken
  21. Fleischhunger (das Bedürfnis zu Töten – es hat nichts mit Zombies zu tun)
  22. Fleischschnitt (Schnitt ins Fleisch)
  23. Fingerpresse (ein Folterinstrument)
  24. geifernd
  25. Geisterschauer
  26. Geistertanz
  27. Gräberwelt (die Welt als Schauplatz des Todes und der Vergänglichkeit)
  28. Grabesduft
  29. Grabesluft
  30. Grabesmoder
  31. Grabesnacht
  32. Grabesstimme
  33. Grabgeflüster
  34. Grabmacher (Totengräber)
  35. Grauendunkel
  36. Grauenhaftigkeit
  37. Grausamkeit
  38. Greuelmahlzeit
  39. Greuelnis (Greueltat)
  40. Greuelstätte
  41. greueltrunken
  42. greuelschwarz
  43. Grufthauch
  44. hinschlachten
  45. höllbrennend
  46. Höllenbrand
  47. Höllenbrodem
  48. Höllenbrut
  49. Höllenfackelschein
  50. Höllengesindel
  51. Höllenglut
  52. Höllengrund
  53. Höllenmarter
  54. Höllenschlund
  55. Höllentücke
  56. Jammergeheul
  57. Jammertal
  58. Kaltschlächter (jemand der bereits Totes schlachtet, Abdecker)
  59. Knochenfeld
  60. Knochenfeuer
  61. Knochengerassel
  62. Knochenhaus (Beinhaus)
  63. Knochenhügel
  64. Knochenmann (der Tod als Gerippe)
  65. kriegsgierig
  66. Leichenfeld (mit Leichen bedecktes Feld, Schlachtfeld)
  67. Leichengestank
  68. Leichenhacker (andere Bezeichnung für die Geier, die sich an Toten zu schaffen machen)
  69. Leichenvogel (Rabe, Geier)
  70. Marterbank (Folterbank)
  71. Metzelbank (Schlachbank)
  72. Metzeltag
  73. Metzelei
  74. Meucheltücke (Heimtücke)
  75. Modergeruch
  76. Moderkälte
  77. Moderschlachtgeruch (nach Friedrich Rückert)
  78. Mörderei
  79. Mordbrennerei
  80. Mordgemetzel
  81. Mordgetümmel
  82. Mordgeschrei (Gebrüll beim Morden)
  83. Mordlustigkeit
  84. Nachtbrandschein (siehe hier: Nachtbrandland Dunkelflug … eine dunkle Reise)
  85. Nebelgrauen
  86. Scharfmeister (Scharfrichter, Henker)
  87. Schattenrichter (der Richter über die Toten)
  88. schauderbar (schaudererregend)
  89. Schauderfest (Walpusgisnacht, Halloween)
  90. Schaudergrauen
  91. Schaudertat
  92. Schauernacht
  93. Schauernachtgeflüster
  94. Schlachtstätte, Schlachtstatt (Ort an dem getötet wird)
  95. Schlächterhund
  96. Schlächterlohn
  97. Schlachtstück (Teil eines geschlachteten Wesens)
  98. Schreckengeheul
  99. Schrecken(s)mann (Buhmann, Popanz)
  100. Schreckennacht (Nacht voller Schrecken)
  101. Schreckenshauch
  102. schwarzgefroren
  103. schwarznächtlich
  104. Sterbeblick
  105. sterbefertig
  106. Sterbegejammer
  107. Sterbegeheul
  108. Sterbegewinsel
  109. Sterbegewimmer
  110. Sterbensangst
  111. Sterbensnacht
  112. Sterbensnot
  113. Teufelhaftigkeit (teuflische Art)
  114. Teufelsnacht
  115. Teufelsqual
  116. Todeshauch
  117. Todesröcheln
  118. Totenacker
  119. Totenfarbe (die Blässe eines Toten)
  120. Totenfratze
  121. Totengarten (Friedhof)
  122. Totengeheul
  123. Totengeruch
  124. Totenstätte (Friedhof)
  125. Totentanz
  126. totmachen
  127. Trauerfinsternis
  128. Unbarmherzigkeit
  129. Verderben
  130. Verderbnis
  131. Verwesungsdunst
  132. verwesungsgrau
  133. Verwesungsgreuel
  134. Verwesungsgrün (ein sehr häßliches und ekliges Grün, das bei der Verwesung eines Körper sichtbar werden kann)
  135. Verwesungsluft

Wörter des Schreckens und Grauens in der Literatur

Lebendigen Leibes hält ihr Fleisch er feil
Und metzelt sie wie Schlachtvieh dann in Scharen,
Bringt viel ums Leben, sich um Ehr und Heil.
Bluttriefend wird er letzt von hinnen fahren
Und läßt das klägliche Gehege dann
So, daß sichs nicht erholt in tausend Jahren.

Dante Alighieri: Die göttliche Komödie, 1320

Der Leichenacker, der mit seinen scharfen Düften und seinem üppigen Wachstum dem Herzen der Kinder heiße Begierden zugeflüstert und das weiche Bett seiner wild wuchernden Gräser angeboten hatte, ohne sie einander in die Arme treiben zu können, träumte jetzt davon, Silvères Blut zu trinken. Seit zwei Sommern schon harrte er der jungen Gatten.

Emile Zola: Das Glück der Familie Rougon, 1893

Rauchiger Qualm schlug mir entgegen, als ich die Türe öffnete, stickig, atemraubend, verpestet; ein Höllenbrodem von Menschenausdünstung, furchtbar überheizter Luft und schalem Tabaksrauch. Auf einem Stuhl neben dem Eingang saß ein Mann in Hemdsärmeln, der krachend die Türe hinter mir zuwarf, als ich eingetreten war; unter ärgerlichem Gebrumm über die verdammte kalte Luft da draußen.

Erwin Rosen: Der Deutsche Lausbub in Amerika, 1911

“Dann stehen sie auf aus den Massengräbern mit verrotteten Verbänden und blutigen Uniformen. Dann tauchen sie auf aus den Ozeanen, aus den Steppen und Straßen, aus den Wäldern kommen sie, aus Ruinen und Mooren, schwarzgefroren, grün, verwest. Aus der Steppe stehen sie auf, einäugig, zahnlos, einarmig, beinlos, mit zerfetzten Gedärmen, ohne Schädeldecken, ohne Hände, durchlöchert, stinkend, blind. Eine furchtbare Flut kommen sie angeschwemmt, unübersehbar an Zahl, unübersehbar an Qual! Das furchtbare unübersehbare Meer der Toten tritt über die Ufer seiner Gräber und wälzt sich breit, breiig, bresthaft und blutig über die Welt.”

Wolfang Borchert: Draußen vor der Tür, 1947

Werkstattbericht

Die Abbildung erschuf die KI DALL-E.