Mord in 55 tödlichen alten Wörtern

Mord in 55 tödlichen alten Wörtern

In den dunklen Gassen der Geschichte wandelt der Schatten des Todes, ein unerbittlicher Begleiter menschlicher Sünden und Tragödien. In dieser Welt, in der das Gesetz oft nur ein flüchtiges Flüstern gegenüber der Macht des Schwertes und der List war, blühte der Mord in seinen vielfältigsten und grausigsten Formen.

So ist der schändliche Mord nicht nur ein Verbrechen, sondern ein dunkler Spiegel der menschlichen Seele, ein Zeugnis ihrer tiefsten Abgründe und verborgensten Ängste.

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Hier findest du vorrangig ältere Begriffe mit dem Wortteil Mord – nebst einiger Zitate. Siehe auch:

Liste älterer und alter Wörter mit Mord

  1. Mörderei (Mord)
  2. Mördereisen (Eisen, Dolch, Schwert etc. eines Mörders)
  3. Mörderfaust (Faust eines Mörders)
  4. Mördergrube (Ort, an dem heimtückisch gemordet wird)
  5. Mördermacher (einer, der Mörder dingt, gesagt vom Teufel)
  6. mörderseelenschwarz (adj.)
  7. Mördernest (Mörderhöhle oder -Haus)
  8. Mörderrotte (wie Mörderschar oder Mörderbande)
  9. Mordbande (mordende Brande)
  10. Mordbegier (Gier auf Mord und Metzelei)
  11. mordbegierig (adj.)
  12. Mordbeil (Mordinstrument, so wie Mordaxt, Morddolch oder Mordblei; letzteres für eine Kugel, die tötet)
  13. Mordblick (Blick voll Mordbegier)
  14. Mordbrand (Brandstiftung mit der Absicht des Mordens)
  15. Mordbrandsfackel
  16. Mordbrennen (Mordbrand verüben)
  17. Mordbrenner (einer, der Mordbrand verübt)
  18. Mordbrennerei (Mord und Brandstiftung)
  19. mordbrennerisch (adj.)
  20. Mordbube (für einen Mörder oder Mordknecht)
  21. Mordfeuer (wie Mordbrand)
  22. Mordgebrüll (Gebrüll beim Morden)
  23. Mordgedanke
  24. Mordgeflüster
  25. Mordgeheul
  26. Mordgelüst (starke, oft als sündhaft angesehene Lust, zu morden)
  27. Mordgemetzel (Schlacht)
  28. Mordgesell (Mittäter, Mitmörder, Mordkomplize)
  29. Mordgetümmel (Schlacht, das Getümmel in der Schlacht)
  30. Mordgeschrei
  31. Mordgier (die Gier morden zu müssen)
  32. Mordgrube (Grube oder Höhle in der gemordet wird)
  33. Mordgruberei (das Treiben in einer Mordgrube)
  34. Mordhammer (Tatwerkzeug)
  35. Mordhand
  36. Mordhass
  37. Mordhaus (Haus, in dem ein Mord stattfand)
  38. Mordhieb
  39. Mordhund (Schimpfwort für einen blutdürstigen Menschen)
  40. Mordkeller (Keller, in dem gemordet wird oder wurde)
  41. Mordklaue (Klaue, mit der ein Mord vollbracht wird)
  42. Mordknecht (Knecht, der mordet; niedriger Mörder)
  43. Mordlügnerisch (durch Lüge mordend)
  44. mordlustig (adj.)
  45. Mordlustigkeit (die Lust am Mord)
  46. Mordmesser (Dolch)
  47. Mordnacht (Nacht eines Mordes)
  48. Mordschlacht (mörderische Schlacht)
  49. Mordseuche (tödliche Krankheit)
  50. Mordstechen (jemanden erstechen; Mord durch Erstechen)
  51. Mordstecher (jemand, der zustechend mordet)
  52. Mordstich
  53. Mordstoß (Stoß, der einen Mord herbeiführt)
  54. Mordtat (die Ausführung eines Mordes)
  55. Mordwut (blinde Wut, die zum Morden treibt)

Mörderische Zitate aus der Literatur

Sturm! Stöße! Trommel und Hörner! Mann gegen Mann! Noch immer flattert in Kühnes Händen unsere Fahne. Da wird er umringt. Aber wir reißen ihn wieder heraus. Hoch, hoch flattert die Fahne. Das Blut macht die Erde glitscherig! Und Blut, Blut, Mordgeheul, Rauch, Flammen, herunterstürzende Dächer, Einzelkampf, in Türen, Fenstern und Zimmern.

Detlev von Liliencron: Kriegsnovellen, 1885

Wenn ein Mensch sich erst aufs Morden einläßt, dann verfällt er auch bald aufs Rauben; Saufen und Sabbatschänden sind die nächsten Laster, und von da ist es nicht mehr weit zu Frechheit und Saumseligkeit. Wer sich einmal auf abschüssiger Bahn befindet, kann nie wissen, wo er endet. Schon bei manchem Menschen ist ein Mord oder ein ähnlicher kleiner Fehltritt, dem er zur Zeit keine Bedeutung beimaß, der erste Schritt zum Verderben gewesen.

Thomas de Quincey: Der Mord als eine schöne Kunst betrachtet, 1827

Ich wollte auf mein Zimmer zurück, da packte mich etwas unten am Zipfel des Mantels. In der Verzweiflung verwendete ich den Degen und stach rücklings hinter mich. Mein Degen fasste das, was mich gepackt hatte. Ich stieß wie ein Rasender, den Mordstich anderthalb Fuß tief. In diesem schrecklichen Augenblicke kam ich wieder zur Besinnung; ich wendete den Kopf um, meine Augen glitten an meiner Klinge hinab, da sah ich Unglücklicher, wen ich durch und durch gestochen hatte.

H. Clauren: Das Raubschloss, 1812

Es ist wenige Minuten nach ein Uhr, als sie die ersten Ausläufer der Stadt erreichen: ein dunkles Gebäude zuerst, lichtlos mit verrammelten Läden wie ein verlassenes Mordhaus.

Fritz Reck-Malleczewen: Sif. Das Weib, das den Mord beging, 1926

Die drei hinter dieser Tür horchten auf die Geräusche draußen, das Mordgeschrei, auf den Anprall von Waffen, Sturz von Körpern, das Röcheln und das Mordgeschrei. Als in der Nähe alle Getöteten ausgeseufzt hatten, verzog sich das Geschrei weiterhin.

Heinrich Mann: Die Jugend des Königs Henri Quatre, 1935

Werkstattbericht

Die Abbildung erschuf die KI DALL-E.

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