Morgen … 89 beglückend frühe Wörter

Morgen ... 89 beglückend frühe Wörter

Du willst den Morgen auf ansprechende Weise in Szene setzen oder illustrieren, hast aber das passende Vokabular nicht zur Hand? Der Morgen ist mehr als »Morgenstund hat Gold im Mund« oder »Guten Morgen«. Hier kommt die rettende Auswahl.

Dem Morgen wohnt ein besonderer Zauber inne. Die ersten Strahlen der Sonne besitzen eine geradezu mystische Kraft und mit der gehen sie verschwenderisch um. Der Morgen ist mehr als ein Frühstück. Der Morgen belebt. Er macht alles neu. Tag für Tag. Denn der Morgen ist Hoffnung.

Schöne Wörter Bücher Eine Bibliothek der schönen Wörter … Ja, es gibt sie noch, die schönen Wörter. Begriffe mit dem besonderen Klang. Wörter, die Sehnsüchte und Erinnerungen in uns hervorrufen. Die Welt von damals, sie ist noch vorhanden. Erinnerungen an Altes und längst Vergessenes. Was verloren ging, ging nie ganz, die Sprache bewahrt es für uns. Hier ist eine wunderfrohe Blütenlese in Buchform mit den schönsten Wörtern der deutschen Sprache. Jetzt ansehen

Ein schöner Morgen? Geschenkt, das schreibt jeder. Aber wer benutzt ein Wort wie Morgenschwärmerei? Eben. Auf in den Morgensonnenschein! Siehe auch:

Liste von Wörter mit Morgen

Es gibt gewisse Parallelen zu den Abendwörtern, was ja durchaus logisch ist. Genieß doch mal wieder den Morgensonnenschein. Die Liste ist alphabetisch sortiert und enthält zahlreiche romantische Begriffe.

  1. Morgenanbruch
  2. Morgenantlitz
  3. Morgenaue (Aue = Wiese)
  4. Morgenaufgang (das Kommen des Morgens)
  5. Morgenbetrachtung
  6. Morgenblau
  7. Morgenbläue
  8. Morgenblick
  9. Morgenbrise
  10. morgend (adj.) (Morgen werdend)
  11. Morgendämmer
  12. Morgendämmerung
  13. morgendämmernd
  14. morgendlich (adj.)
  15. Morgenduft
  16. Morgenfarbe
  17. morgenfeucht (adj.) (morgenfeuchte Erde)
  18. Morgenflammen (Licht beim Sonnenaufgang)
  19. Morgenflor (leichter Morgennebel)
  20. Morgenflügel (auf die sich die Morgensonne poetisch erhebt)
  21. Morgenfreude
  22. morgenfrisch (adj.)
  23. Morgenfrische
  24. morgenfrüh (adj.) (der morgenfrühe Tag)
  25. Morgenfrüh (das …)
  26. Morgenfrühe (die …)
  27. Morgenfunken
  28. Morgengeflüster
  29. Morgengewand
  30. Morgengewölk (morgendliche Wolken)
  31. Morgenglanz
  32. Morgenglut
  33. Morgengold
  34. Morgengrau
  35. morgengrau (adj.) (der morgengraue Tag)
  36. Morgengrauen
  37. Morgengruß
  38. Morgenhauch
  39. Morgenhelle
  40. morgenheimlich (adj.)
  41. Morgenhimmel
  42. Morgenkaffee
  43. morgenklar (adj.)
  44. Morgenklarheit
  45. Morgenkühle
  46. Morgenkuß
  47. Morgenland
  48. Morgenluft
  49. morgenmatt (adj.)
  50. Morgennebel
  51. Morgenputz (Morgenkleidung)
  52. Morgenregen
  53. Morgenreif
  54. Morgenrot
  55. Morgenröte
  56. Morgenröteglanz
  57. morgenrotschimmernd (adj.)
  58. Morgenruhe
  59. Morgenschauer
  60. Morgenschein
  61. Morgenschimmer
  62. Morgenschimmern
  63. Morgenschleier
  64. Morgenschlummer
  65. morgenschön (adj.)
  66. Morgenschwärmerei
  67. Morgenseele
  68. Morgensonne
  69. morgensonnenfrüh (adj.)
  70. Morgensonnenglüh(e)n
  71. morgensonnenmild (adj.)
  72. Morgensonnenschein
  73. Morgensorge (Sorge für den folgenden Tag)
  74. Morgenspaziergang
  75. Morgenspeise (Frühstück)
  76. Morgenstern (Planet Venus oder böse historische Schlagwaffe)
  77. Morgenstille
  78. Morgenstrahl (erster Sonnenstrahl des Morgens)
  79. Morgenstunde
  80. Morgenszeit
  81. Morgentau (Frühtau)
  82. Morgenträgheit
  83. Morgentraum (Traum zur Morgenzeit)
  84. Morgenträumerei
  85. morgentrunken (adj.) (gänzlich erfüllt vom Morgen. “Der Garten lag so Morgentrunken vorm Fenster“, schrieb Bettina von Arnim 1840)
  86. morgenwärts (adj.) (dem Morgen entgegen)
  87. Morgenwehen (lauer Morgenwind)
  88. Morgenwelt (die Welt am Morgen)
  89. Morgenwind
  90. Morgenwolken
  91. Morgenzauber
  92. Morgenzeit
  93. morgig (der morgige Tag)

PS
Das Frührot, der Duden kennt es nicht, steht für Morgendämmer oder das Morgenrot. Es ist ein dichterischer Ausdruck, der keineswegs abgehoben daherkommt und immer noch gut verstanden wird.

Die junge Dame hat es gut; das darf man wohl sagen. Schon im Frührot umstehen ihre Geschwister, bevor sie sich zum Schulgang rüsten, mit nackten Beinchen ihr Bett und bewundern die Anmut ihres Schlummers, die Dicke ihrer Ärmchen, die Blondheit ihres Haares und ihre Kunst, auch im Schlaf noch mit Ausdauer auf dem Daumen zu lutschen.

Otto Ernst: Appelschnut, 1906

Morgenfrische Hashtags & Emojis

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Der Morgen in der Literatur

Er zeichnete nun in der frischen Morgenkühle immer fleißig fort, während er ein Liedchen dazu sang und zuweilen durch das offne Fenster in die prächtige Gegend hinausblickte.

Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild. Berlin, 1826

Der fahle Lichtschein draussen auf den Dächern war jetzt heller geworden. Das erste Morgendämmern legte ein mattgoldiges Gelb auf die moosigen, schwarzroten Dachziegel und auf den viereckigen Schornstein drüben. Der enge Hof unten lag in einem silbergrauen Dämmerlicht. Langsam schlich sich der anbrechende Morgen an der Fensternische entlang in das dumpfige Zimmer ein.

Arno Holz und Johannes Schlaf (als Bjarne P. Holmsen): Papa Hamlet, 1889

Die Stadt stand in himmlischen Morgenflammen.

Leben des Quintus Fixlein: Jean Paul, 1794/95

Schon schweifen Paradiesesvögel,
Schon wehen Wunderklänge aus der Ferne,
Der Garten Gottes steigt aus Morgenflammen.

Joseph von Eichendorff: Gedichte, 1837

Das Schloss, der Garten und die Türme von Wien waren schon hinter mir im Morgenduft versunken, über mir jubilierten unzählige Lerchen hoch in der Luft; so zog ich zwischen den grünen Bergen und an lustigen Städten und Dörfern vorbei gen Italien hinunter.

Aus dem Leben eines Taugenichts, Joseph von Eichendorff, 1822 /1823

Um dich, Philippa, spielt das Licht,
Dich hat der Morgenhauch umgeben,
Du bist ein liebes Traumgesicht
Am Horizont von meinem Leben

Annette von Droste-Hülshoff: Letzte Gaben. Nachgelassene Blätter. Hrsg. v. Levin Schücking, 1860

Vor uns die vom leisen Morgenhauche bewegte, durchsichtig grünblaue Wasserfläche, deren reich eingebuchtete Ufer sich wie Kulissen aus- und ineinanderschoben, von üppigem Grün bewachsen, dessen Blätter wie eingetaucht in flüssiges Metall erschienen.

Winnetou IV: Karl May, 1909

Ich aber blieb noch lange lauschen,
Von Liebestrunkenheit bewegt,
Das Ährenfeld begann zu rauschen,
Von Morgenschauern angeregt.

Hochzeitlied: Eduard Mörike, 1867

Fliegt der erste Morgenstrahl
Durch das stille Nebeltal,
Rauscht erwachend Wald und Hügel:
Wer da fliegen kann, nimmt Flügel!
Und sein Hütlein in die Luft
Wirft der Mensch vor Lust und ruft:
Hat Gesang doch auch noch Schwingen,
Nun so will ich fröhlich singen!

Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts, 1826

Werkstattbericht

Das Beitragsbild stammt wie immer aus dem unerschöpflichen Fundus von Pixabay. Die verwendeten Google Fonts sind BenchNine und PT Sans. Recherche unter anderem im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.