57 dunkle Wörter aus dem Schatten

57 dunkle Wörter aus dem Schatten

Den Schatten suchen wir auf, wenn es uns in der Sonne zu heiß wird. So steht der Schatten für das Kühle, für das Dunkle und Matte, für das Unheimliche und für das Flüchtige, für das noch nicht ins Licht getretene.

Einen Schatten hältst du nicht fest … Er ist das Rätselhafte, das Unbegreifliche, das Geheimnisvolle, das uns stets neugierig macht, aber nie ganz enthüllt wird.

Schöne Wörter Bücher Eine Bibliothek der schönen Wörter … Ja, es gibt sie noch, die schönen Wörter. Begriffe mit dem besonderen Klang. Wörter, die Sehnsüchte und Erinnerungen in uns hervorrufen. Die Welt von damals, sie ist noch vorhanden. Erinnerungen an Altes und längst Vergessenes. Was verloren ging, ging nie ganz, die Sprache bewahrt es für uns. Hier ist eine wunderfrohe Blütenlese in Buchform mit den schönsten Wörtern der deutschen Sprache. Jetzt ansehen

Der Schatten ist das Zwielicht zwischen Tag und Nacht, die Grauzone zwischen Schwarz und Weiß. Siehe auch:

Liste schattenhafter Wörter

Diese Worte sind eine Auswahl. Ein Konvolut überwiegend traditioneller Begriffe zum Thema.

  1. Abendschatten
  2. Halbschatten
  3. Häuserschatten
  4. schattenähnlich (adj.)
  5. Schattenbaum
  6. Schattenbild
  7. Schattenboxen
  8. Schattendach
  9. Schattendämmerung
  10. Schattendasein (ein Leben in Vergessenheit)
  11. Schattendunkel
  12. schattendunkel (adj.)
  13. Schattenfall
  14. schattenfarbig, schattenfarben (adj.) (matt schwarz)
  15. Schattenflügel (beschattender Flügel)
  16. Schattengaukelwerk (sich bewegende Schatten)
  17. Schattengebilde
  18. Schattengefilde
  19. Schattengestalt
  20. Schattengewimmel
  21. schattengleich (adj.)
  22. Schattengrau (Dunkelgrau)
  23. Schattengrenze (Grenze zwischen Licht und Schatten)
  24. Schattengrün (Dunkelgrün)
  25. schattenhaft (adj.)
  26. Schattenkabinett
  27. Schattenkampf (Kampf gegen einen eingebildeten Gegner)
  28. Schattenkönig (ein König nur noch des Namens nach)
  29. Schattenkönigreich (ein Königreich, das nur der Schatten seiner selbst ist)
  30. schattenkühl (adj.)
  31. Schattenkühle
  32. Schattenkühlung
  33. Schattenkunst (schwarze Kunst = Zauberei)
  34. Schattenkuss
  35. Schattenleben
  36. schattenleer (adj.) (kein Schatten vorhanden)
  37. Schattenliebe
  38. schattenlos (adj.)
  39. Schattenmeer (ein scheinbar unendliches Meer aus Dunkelheit)
  40. Schattennacht
  41. schattennächtlich (adj.)
  42. Schattenreich
  43. schattenreich (adj.) (reich an Schatten, viel Schatten vorhanden)
  44. Schattenreißerei (die Herstellung von Schattenrissen)
  45. Schattenriss
  46. Schattenrose
  47. Schattenruhe
  48. Schattenschneider (Silhouettenschneider)
  49. Schattenschnitt (Silhouette)
  50. Schattenseite
  51. Schattenseligkeit
  52. Schattenspender
  53. Schattenspiel, auch Schattenwerk (eine Art Puppenspiel, aber mit den Händen erzeugt)
  54. schattenumringt (adj.)
  55. Schattenwald
  56. Schattenwäldchen
  57. Schattenwelt
  58. Schattenwurf
  59. Schattenzauber

Schatten in der Literatur, Beispiele

Der Kobold nahte dem Schläfer geräuschlos, mit raschen, schwebenden Schritten und begann gleichsam um ihn her, über ihn hin zu flattern. Seine dunkle, huschende Schattengestalt wogte und wirbelte um ihn her, streifte ihn und senkte sich auf ihn nieder wie ein böser Traum, der aus der Ebenholzpforte des menschlichen Schlummers hervorgeht.

Edmond de Goncourt: Die Brüder Zemganno, 1909

Alles im Zimmer hatte es eilig: das winzige Pendelchen der Alabasteruhr am Schreibtisch; das Schattengewimmel im Sonnenfelde des Fußbodens, von den schwankenden Zweigen draußen herrührend; der letzte Rauch der Zigarre, die eben in ihrer Schale verlöschen wollte, und nicht zum wenigsten die Feder, die über den ausgelieferten Briefbogen hinhetzte.

Der Glaswald, Gustav Leutelt,1925

Der Schattenzauber dieses Baumes ist tödlich… Gerne wollt’ ich so sterben. Wir lägen einer dem andern im Arm und stürben; kein Mensch fände uns.

Emile Zola: Die Sünde des Abbé Mouret, 1875

Das rote Licht des Sonnenuntergangs erhellte noch das halbe Himmelsrund; die Häuser, die gen Abend schauten, beglänzte abschiednehmend noch ein letzter warmer Schein; langsam gewann zugleich das kalte Dämmerblau des Mondes an Gewalt. Die Häuser und die Menschen warfen endlos lange, leichte, durchsichtige Schattenstreifen auf die Erde.

Nikolai Wassiljewitsch Gogol: Das Porträt, 1835

Werkstattbericht

Das Beitragsbild stammt wie immer aus dem Fundus von Pixabay. Die verwendeten Google Fonts sind BenchNine und PT Sans. Recherche unter anderem im Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm.