Ich will dich nicht runterziehen, aber manchmal ist das so. Man hat eine Stimmung und kann sie nicht recht in Worte fassen. Wenn es dir so geht, kommt hier ein bisschen was zur Hilfe.
Denn über etwas schreiben oder reden zu können, ist wahrscheinlich hilfreich.
Es ist eine kühle, ungemütliche Nacht, wie sie im Herbst oft vorkommt. Ich finde, es gibt nichts Besseres, um einen Totengräber wie mich in Stimmung zu bringen. Ihr mögt es vielleicht unangenehm finden, doch das liegt schlicht an meiner Profession. Ich kenne den Geruch von feuchter Erde und das unverwechselbare Aroma, das ein frisches Grab verströmt, besser als mein eigenes Spiegelbild. Leichen sind mein Handwerk, meine Kunst. Heutzutage hat der Tod seinen Schrecken verloren, verborgen hinter sterilen Krankenhauswänden und professionellen Bestattungsdiensten. Aber es war nicht immer so.
Hier ist die Vorratskammer abgrundtief böser Adjektive. Diese Begriffe machen Angst. Also sei gewarnt.
Nicht wenig grauenvoll und gemein wird es. Es sind wahre Horrorwörter darunter. Sie zeigen uns die furchtbare Seite des Menschen und sein Leiden. Eine Geisterbahnfahrt in Wörtern.
Die Grünen sind hässlich und eklig, das jedenfalls trifft auf diese Farbtöne zu. Eiter, Verwesung, Schimmel, wer liebt sie nicht? Grün ist der Untergang. Denke ich an Grün, sehe ich böse Farben.
Irgendeine Angst hat jeder. Im faszinierenden Labyrinth des menschlichen Geistes gibt es ein besonders düsteres Zimmer, das wir lieber meiden würden: die Welt der Phobien.
Hier treffen archaische Ängste auf moderne Sorgen und erschaffen eine schlimme Palette an Befürchtungen, die manchmal so bizarr sind, dass sie selbst das beste Drehbuch für einen Thriller übersteigen könnten.